Serverseitiges Tracking

Zu Zeiten drohender Abmahnungen bei Datenschutzverletzungen erlangt serverseitiges Tracking immer größere Verbreitung und Wertschätzung. Doch wofür braucht man es überhaupt und was sind die Vorteile von serverseitigem Tracking im Vergleich zu anderen Tracking-Methoden?

01 Was ist Tracking?

Im Allgemeinen bezeichnet Tracking (englisch für Verfolgen) in Internet das Nachverfolgen von Nutzern, um deren Verhalten analysieren zu können. Der Sinn dahinter ist, das Surferlebnis des Nutzers durch gezielte Online-Marketing-Maßnahmen bestmöglich zu optimieren und somit den Umsatz zu steigern.

Das Ganze ist nur möglich, da die durch das Tracking aufgenommene Daten gespeichert werden, denn aus diesen lassen sich erst entsprechende Analysen erstellen. Unter anderem kann somit herausgefunden werden, welche Webseiten kürzlich besucht wurden, auf welche Werbeanzeigen geklickt wurden oder auf welchem physischen Gerät sich der Nutzer aktuell befindet. Ebenso können Bewegungen innerhalb der Webseite und auch von welcher Quelle der User auf die Webseite gelangt ist.

Diese Daten können auf verschiedene Arten des Trackings erhoben werden. Unterschieden wird in clientseitiges und serverseitiges Tracking.

02 Clientseitiges Tracking

Beim clientseitigen Tracking werden die Trackingverfahren direkt in den Quellcode der Website mit eingebaut. Darunter fallen unter anderem Methoden wie Pixeltracking, Tracking mit Hilfe von JavaScript-Tags und auch Tracking anhand von http-Cookies. Diese Methoden sind im letzten Jahrzehnt immer beliebter geworden. Mit Ihnen lassen sich alle möglichen Daten sammeln, die ein sehr detailliertes Bild des Users ergeben.

Auch Google Analytics bedient sich clientseitigen Tracking-Methoden. Aber gerade dies ist mit Inkrafttreten der DSGVO umstritten geworden. Im Januar 2022 hat die österreichische Datenschutzbehörde (DPA) entschieden, dass die Verwendung von Google Analytics nicht mit der EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) konform sei. Ebenfalls die französische Datenschutzbehörde (CNIL) am 10. Februar 2022 bekannt gegeben, dass sie die Art und Weise, in der Daten durch Google Analytics gesammelt und in die USA übertragen werden, im Hinblick auf die Einhaltung der DSGVO, als unzureichend reguliert bewertet.

03 Serverseitiges Tracking

Serverseitiges Tracking war theoretisch schon immer möglich, wurde in der Vergangenheit allderdings eher selten genutzt. In Zeiten drohender Sanktionen bei Datenschutzverstößen erlangt diese Tracking-Methode bei Unternehmen nun immer mehr an Bedeutung und Beliebtheit.

Wie der Name schon sagt, werden beim serverseitigen Tracking Daten ganz ohne clientseitige Tracking-Methoden – und somit auch DSGVO konform – erhoben. Dies erfolgt meist durch das Auswerten des Logfiles des Servers. Das Logfile wird eigentlich zu Zwecken der zur Aufzeichnung und Behebung von Fehlern erstellt. Allerdings können mithilfe dieser Logdatei Ergebnisse zur Beliebtheit der Website, zur Häufigkeit von Seitenabrufen und zur Aktivität der Website-Besucher gesammelt werden.

Vorteile des Serverseitigen Trackings

  • Schnellere Website-Ladegeschwindigkeiten
    Da kein JavaScript und kein Page-Tagging zum Einsatz kommen, erfolgt die Datenverarbeitung schneller und die Ladezeit der Website wird reduziert.
  • Datensicherheit
    Weil die Daten auf dem eigenen Server liegen, hat man die Kontrolle darüber selbst in der Hand.
  • DSGVO konform
    Solange keine personenbezogenen Daten des Users mitgespeichert werden, entspricht das serverseitige Tracking der Datenschutzgrundverordnung.
  • Höhere Genauigkeit der Datenerfassung
    Beim clientseitigen Tracking können beispielsweise Werbe- und Trackingblocker dazu führen, dass die eingeholten Daten nicht vollständig sind. Beim serverseitigen Tracking kann dies nicht passieren, da Trackingblocker serverseitiges Tracking nicht erkennen können.

Fazit

Das clientseitige Tracking, wie beispielsweise durch Google Analytics, erstellt ein sehr detailliertes Bild des Users. Allerdings sind so viele Daten meist gar nicht nötig, um ein aussagekräftiges Bild zu erschaffen. Serverseitiges Tracking liefert genug Daten, um die wichtigen KPI abzubilden.

Zudem spielt Datenschutz eine immer größere Rolle bei Web-Analytics. Um sich rechtlich abzusichern, sollte auf jeden Fall darauf geachtet werden im Web DSGVO konform aufzutreten. Hier hat serverseitiges Tracking einen großen Pluspunkt im Vergleich zu anderen Tracking-Methoden.

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Stefan Mahendiran

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Dr. Steffen Behler

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